Hintergrund

Unterricht achte Klasse in egalitärer Gesellschaft ...

Ethikfragen, Friedensforschung, Gemeinschaftsbildung , Umwelt- Tierschutz , Menschenhandel, Krieg, Gewalt in Familien und und und......

 

Alle Lösungsansätze für die  Herausforderungen dieser Zeit profitieren von der Kenntnis matriarchaler Gesellschaftsstrukturen- lassen Sie sich überraschen !

 

 

Denn in der Entfaltung der neuen friedlichen Lebens-und Liebeskultur sind die Ergebnisse der modernen Matriarchatsforschung der " missing link "bzw. erprobte Praxis zwischen der Erstarrung oder Weiterführung in den angestammten Herrschaftsprinzipien einerseits und den unerprobten Visionen und der „ Hier und Jetzt“ Parole der New Age-Bewegung andererseits.

Letztere scheitert leider nur allzuoft an der Praxis-ersteres ist schon längst gescheitert.

Hier ermöglicht die Kenntnis der matriarchalen Strukturen die Kluft der patriarchalen Epoche zu durchwurzeln , zu den Ursprüngen des Goldenen Zeitalters, des verlorenen Paradieses, das sich sehr wohl auf dieser unseren Erde befindet  . Eine spannende Reise....

 

 

 

 

 

 

 

 

  Zukunftsfähiges NT
 
Im Reich der Mütter - 9.2.2016
Das denk-art-Café befasste sich mit matrilinearen Kulturen und ihrer Aktualität
  (forumNT) Mitunter besteht  Philosophieren darin, andere Kulturen zu beschreiben: So kann deutlich werden, dass manches, das wir für selbstverständlich oder gar unverrückbar halten, auch ganz anders sein könnte. Genau so war es beim denk-art-Café am vergangenen Sonntag: Gabriele Kapp, Referentin für moderne Matriarchitätsforschung aus Unterensingen, stellte die Grundzüge matrilinearer Kulturen vor und anschließend diskutierte sie mit den knapp sechzig Gästen (darunter auch viele Männer).

Zunächst gab Gabriele Kapp einen bilderreichen Einblick in bestehende, aber bedrohte matrilineare Kulturen – so die der Mosuo in China und der Juchiteken in Mexiko. „Matrilinear“ bedeute, so Kapp, dass die Verwandtschaftsverhältnisse nicht – wie bei uns noch – der Vater-, sondern der Mutterlinie folgten. Die Mütter spielten in den Clans die zentrale Rolle: Sie hielten diese zusammen und gestalteten auch das soziale Leben maßgeblich.

Privateigentum gäbe es fast nicht, vielmehr seien die wesentlichen Güter wie Land, Gebäude und Wasser allen gemeinsam, die diese nutzten. Dies habe zur Folge, dass kaum ein soziales Gefälle zwischen den Bewohnern eines Dorfes oder einer Stadt bestünde. Außerdem gibt es der Referentin zur Folge keine institutionalisierten Hierarchien: Zwar spiele natürliche Autorität eine wichtige Rolle, Entscheidungen würden aber letztlich in Konsens getroffen, so dass man von einer egalitären und weitgehend auch gewaltfreien  Gesellschaft sprechen könne.

Im Mittelpunkt des Vortrags standen weniger die politischen als vielmehr die familiären Strukturen: In matrilinearen Kulturen würden Familien, so Kapp, nicht erst mit der Heirat begründet. Es sei dagegen so, dass man lebenslang in der mütterlichen Sippe bleibe – auch die Männer bzw. Väter. Diese kümmerten sich mehr um die Kinder ihrer Schwestern und Cousinen als um ihre eigenen. Partnerschaft habe daher in diesen Gesellschaften eher den Status von so genannten „Besuchsehen“.

Das hörte sich auf den ersten Blick danach an, dass Partnerschaften zwischen Mann und Frau keinen allzu hohen Stellenwert hätten. Kapp  konnte aber deutlich machen, dass die Kleinfamilie damit zugleich entlastet würden. Denn da die ökonomische Sicherheit, die Erziehung und vielfältige andere sozialen Beziehungen in der Mutter-Sippe gewährleistet seien, könnten sich Frau und Mann recht unbeschwert begegnen – nicht zuletzt auf erotischer Ebene. Diese genieße  in matrilinearen Gesellschaften überhaupt einen hohen Stellenwert: „Die sexuelle Natur der Menschen beiderlei Geschlechts wird in matrilinearen Kulturen ungezwungen gefeiert“, sagte die Referentin.   

In der anschließenden Diskussion ergab sich, dass  das Matriarchat nicht einfach ein Patriarchat mit umgekehrter Geschlechterdominanz sei. Vielmehr sei es ein völlig andersartiges Modell, von dem wir heute einiges lernen könnten.

Zurück ins Matriarchat, das wahrscheinlich in der Frühgeschichte die am weitesten verbreitete Gesellschaftsform war, wollte allerdings niemand der Diskutanten, obwohl es – so wurde teilweise gesagt – manch eine Verlockung dafür gäbe. Man könne aber nicht rund dreitausend Jahre Patriarchat einfach abstreifen. Vielmehr müsse es darum gehen, matrilineare Werte für unsere moderne Welt anschlussfähig zu machen: so zum Beispiel in frei gewählten Gemeinschaften, die über die Familie hinausgingen und in der Frauen und Männer gleichberechtigt seien.

Wie immer spielte beim denk-art-Café die Kunst eine wesentliche Rolle. Zum einen bot die Referentin eine amüsante Performance: Mit einer Bärenfellmütze und einem Fellmantel bekleidet schaute sie aus frühgeschichtlicher Zeit in eine Glaskugel, in der sie einige Absonderlichkeiten unserer heutigen Zeit zu sehen bekam. Zum anderen zeigte die Nürtinger Künstlerin Gabriela Wichmann eine vielfältige Auswahl ihrer weibliche Tonfiguren, die im Rahmen eines künstlerischen Matriarchats-Projekt entstanden sind.  

 


 

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